Schulprogramm

Unterrichtszeiten
Morgens werden alle Kinder von ihrer Lehrerin/ihrem Lehrer vom Schulhof abgeholt.
1. Stunde: 8.15 – 9.00 Uhr
2. Stunde: 9.00 – 9.45 Uhr
Frühstückspause: 9.45 – 9.55 Uhr
Pause: 09.55 - 10.15 Uhr
3. Stunde: 10.15 - 11.00 Uhr
4. Stunde: 11.00 - 11.45 Uhr
Pause: 11.45 - 12.00 Uhr
5. Stunde: 12.00 - 12.45 Uhr
6. Stunde: 12.45 - 13.30 Uhr  
 
 
 

Jahrgangsbezogenes Arbeiten
Jahrgangsbezogenes Arbeiten bedeutet, dass die Klassenlehrerin als feste Bezugsperson, sowohl die Kinder als auch die Eltern vier Jahre lang intensiv begleitet. Dadurch, dass die Lerngruppe konstant bleibt, kann die Klassengemeinschaft wachsen und die Kinder lernen sich besonders gut kennen. Unser Konzept ermöglicht es, dass Ihrem Kind durch die kontinuierliche Lerngruppe und die verlässliche Bezugsperson eine emotionale Sicherheit geboten wird und das in einer Zeit, die geprägt ist von Hektik, Schnelllebigkeit und Wertezerfall.

Um den Kindern eine verlässliche Struktur zu bieten, legen wir besonderen Wert auf Regeln und Rituale. Diese haben einen festen Platz in unserer Gemeinschaft und können in einer beständigen Lerngruppe über einen langen Zeitraum erarbeitet und gefestigt werden. Innerhalb des jahrgangsbezogenen Unterrichts wird an die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Kinder angeknüpft. Dieser Heterogenität begegnen wir mit verschiedenen Formen der Differenzierung.

Werkstattunterricht
Eine Form des „Offenen Unterrichts“ ist der Werkstattunterricht. Er ermöglicht den Kindern ein individuelles, selbständiges und differenziertes Lernen. Eine Werkstatt dauert in der Regel etwa drei Wochen. Jeden Tag wird den Kindern eine Zeit zur Bearbeitung der Werkstattaufgaben eingeräumt. Die Lehrperson stellt den Kindern hierbei ein Lernangebot zu einem bestimmten Thema (zum Beispiel Piraten, Weihnachten, etc.) zusammen, das aus verschiedenen Aufgaben aus meist unterschiedlichen Lernbereichen (zum Beispiel Aufgaben aus den Bereichen Deutsch, Sachunterricht, Kunst, Mathematik) besteht. Präsentiert werden die Lernangebote meist in Ablagekästen, die übersichtlich und für die Kinder gut zugänglich auf den Fensterbänken oder in den Regalen stehen. Dabei gibt es für die Kinder oftmals bestimmte Wahl- und Pflichtaufgaben zu erfüllen.

Die Kinder arbeiten weitestgehend selbständig in ihrem eigenen Arbeitstempo mit einer selbst gewählten Reihenfolge an den Lernangeboten. Es gibt Aufgaben, die alleine oder mit einem Partner bearbeitet werden können. Oftmals enthalten die Aufgaben unterstützende Tippkarten, die als zusätzliche Hilfe zur selbständigen Bearbeitung der Aufgaben hinzugezogen werden können. Meist sind sie auch mit der Möglichkeit der Selbstkontrolle versehen. Zudem betreuen auch Kinder als „Chef eines Lernangebots“ eine Aufgabe und geben Hilfestellungen bei Fragen. Selbstverständlich werden Arbeitsergebnisse und Lernfortschritte ebenfalls durch die Lehrperson kontrolliert.

Wochenplanarbeit
Eine weitere Form des „Offenen Unterrichts“ ist die Wochenplanarbeit, die in manchen Klassen eingesetzt wird. Wie diese Wochenplanarbeit an unserer Schule umgesetzt wird, soll im Folgenden erläutert werden. Zu Beginn der Woche erhalten die Schüler einen schriftlich fixierten Plan mit Aufgaben, die sie innerhalb einer Woche (von Montag bis Freitag) erledigen sollen. Der Plan enthält eine Übersicht, auf der die Schüler die fertigen Aufgaben abhaken, um für sich selbst einen Überblick zu haben. Die Arbeiten werden in der Regel zu Hause als Hausaufgaben erledigt und müssen am Freitag fertig bei der Lehrerin abgeben werden. Fehlerhafte Aufgaben werden bis zur nächsten Wochenplan-Abgabe überarbeitet und nachgereicht. Der Wochenplan umfasst Aufgaben aus verschiedenen Lernbereichen (ist also fächerübergreifend). In der Regel gibt es verpflichtende Aufgaben aber auch freiwillige Arbeiten. Durch die Wochenplanarbeit sollen die Schüler lernen, Verantwortung für die eigene Arbeit zu übernehmen, Aufgaben selbstständig zu erarbeiten und sich die Zeit selbst einzuteilen. Außerdem bietet sich die Möglichkeit, Aufgaben zu differenzieren, so dass beispielsweise ein Schüler durch einen individuellen Wochenplan an seinem Lerndefizit arbeiten kann. Wichtig ist, dass angefangene Arbeiten zuerst beendet werden, bevor eine neue Aufgabe begonnen wird.

Freiarbeit
Die Freiarbeit ist ebenfalls eine Form des „Offenen Unterrichts“. Sie ist in ihrer Art auf die Montessori-Pädagogik zurückzuführen. Diese Arbeitsform ermöglicht den Schülern, nach ihren individuellen Bedürfnissen zu lernen. Im Klassenraum stehen den Kindern verschiedene Materialien zur Verfügung, die sich mit Lerninhalten aus unterschiedlichen Unterrichtsfächern auseinandersetzen. Sie können sich mit ihrem ausgewählten Material alleine, mit einem Partner oder in einer kleinen Gruppe beschäftigen. Die Lehrerin steht bei der Erarbeitung begleitend, unterstützend und ermutigend zur Seite. Somit wird den individuellen Lernprozessen Raum gegeben, und der Schüler wird mit der Zeit immer selbstständiger und erwirbt die Fähigkeit, sich selbst Wissen anzueignen. Viele Materialien bieten Lösungen an, so dass sich die Kinder selbst kontrollieren können. Bei manchen ist die Kontrolle durch den Lehrer von Nöten oder die Arbeitsergebnisse werden der gesamten Klasse in Form eines kleinen Vortrags präsentiert. In der Freiarbeit wie auch bei der Wochenplanarbeit wird die Selbstverantwortung für die eigene Arbeit und die Selbstständigkeit gefördert. Beides ist sehr wichtig für die Entwicklung des Kindes zum selbstständigen und verantwortungsvollen Erwachsenen.

Schwerpunkt Lesen

Im Schuljahr 2014/15 wird auf Beschluss der Lehrerkonferenz, der Schulpflegschaft und des Fördervereins beschlossen, das Lesen und die Lesefertigkeiten in den Focus zu rücken. Zwei Autorenlesungen für alle Klassen der Schule sind geplant. Sollten diese Maßnahmen dazu führen, die Schüler weiterhin zu motivieren, sich mit Büchern zu beschäftigen, werden die Autorenlesungen fester Bestandteil des Schulprogramms.

 

Desweiteren ist ein Antrag bei der Stiftung Lesen gestellt worden, einen Leseclub einrichten zu lassen.